Veranstaltungen

Mittwoch, 25. September 2019, 19:30 Uhr, Villa Merländer

MARGARETE WALLMANN - Die erste Frau als Opernregisseurin – mit Krefelder Wurzeln

Präsentiert  von  Ulrike Messer – Krol
Video-Collagen von Erwin Messer


Ulrike Messer – Krol , österreichische Kulturjournalistin mit über 30 Jahren Fernseh- Erfahrung und ihr Mann präsentieren nach Jahre langer Arbeit   ihre Forschungsergebnisse zu Margarete Wallmann:

Die internationale Karriere und das private Schicksal der im Kulturbetrieb  des 20. Jahrhunderts herausragenden Künstlerin mit ihrer Familiengeschichte:


Die Mutter Selma , in  Krefeld  geboren, war nach Henriette und Bertha  die jüngste im Drei-Mäderl-Haus , wie das Heim der Kaufmannsfamilie Daniel genannt wurde. Die beiden Schwestern lebten später in  Holland , Selma heiratete den in Berlin bestens situierten Ledergroßhändler Paul Wallmann aus Stralsund.


Trotz Widerstands  der großbürgerlichen  jüdischen Familie begann die ältere Tochter“ Gretchen” ein Tanzstudium und feierte erste Erfolge in der „modern dance“ Truppe von Mary Wigmann.


Ihre große Karriere begann in den 30er Jahren bei den Salzburger Festspielen  und   als  Ballettmeisterin an der Wiener Staatsoper.  Den Holocaust überlebte sie  in Argentinien. Ihre Eltern, die nach dem Novemberpogrom in Holland Zuflucht gefunden hatten , kamen beide um - wie die meisten Nachkommen der aus Krefeld stammenden Familien.


Nach dem  2. Weltkrieg feierte  Margarete Wallmann an der Mailänder Scala die ersten  Regie – Erfolge. Unter Herbert von Karajan kehrte sie für sechs Produktionen  zurück nach Wien. Ihre Inszenierung der TOSCA  vom April 1958 steht bereits über  600 Mal auf dem Programm der Staatsoper. Zuletzt wirkte sie  in Monaco,  dort ist sie auch begraben.


Sie war die erste Frau, die auf allen großen Opernbühnen weltweit als Regisseurin gearbeitet hat, verantwortlich für viele Ur- und Erstaufführungen – mit den größten Stars und allen gefeierten Dirigenten ihrer Zeit.


Hinweise

Wir freuen uns über alle BesucherInnen der Villa Merländer. Leider ist jedoch das Platzangebot begrenzt. Wer an einer Veranstaltung sicher teilnehmen möchte, sollte einen Platz reservieren und ihn dann auch 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung einnehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Reservierungen

Per Telefon (02151) 503553 (Anrufbeantworter) nehmen wir gerne Ihre Reservierungswünsche an. Bitte geben Sie dabei unbedingt Ihren Namen und Ihre Telefonnummer an, damit zurückgerufen werden kann, falls doch schon alle Plätze belegt sein sollten. Anrufe werden ansonsten jedoch grundsätzlich nicht bestätigt.

Reservierungen per E-Mail richten Sie bitte an ns-doku(at)krefeld.de. Dort erhalten Sie auch eine Bestätigung.

Lehrerfortbildung

In Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit bieten wir Fortbildungen für LehrerInnen an!
Anmeldung erforderlich:

Per Telefon (02151) 862703 oder per E-Mail ns-doku(at)krefeld.de