Veranstaltungen

Mittwoch, der 23. Januar 2019 um 19:30 Uhr

Vortrag Dr Regina Plaßwilm: Janusz Korczak - „König der Kinder“ und „Pädagoge der Realität und des Traumes“

Der Vortragsabend beschäftigt sich mit der Person des Pädagogen, Schriftstellers und Mediziners Janusz Korczak, der 1878 oder 1879 in Warschau als Henryk Goldszmit geboren wurde. Unter seinem Pseudonym Janusz Korczak schrieb er Artikel und Bücher für und über Kinder in einer
literarischen Sprache und Form, die zu Beginn es 19. Jahrhunderts noch unbekannt war. Bereits seine frühen Schriften „Die Kinder der Straße“ und auch „Das Salonkind“ sind prägend gewesen für seine Pädagogik und auch später für die Erziehungsprinzipien in seinem Waisenhaus für jüdische
Kinder, dem Dom Sierot. Die letzten Erinnerungen Korczaks sind uns in dem Ghetto-Tagebuch überliefert. Mit der deutschen Okkupation wird im Herbst 1940 das jüdische Waisenhaus mit 200 Kindern ins Warschauer Ghetto verlegt. Das Waisenhaus bietet den jüdischen Kindern Schutz und ein wenig Normalität. Es bietet ihnen Platz zum Spielen, Denken, Schaffen und Sein.

Dafür sorgt Janusz Korczak, Leiter des Waisenhauses, „der alte Doktor“, der Pädagoge mit den neuen Ideen. Mit seiner Ermordung und der ihm anvertrauten Kinder im Vernichtungslager Treblinka im Jahre 1942 vollendet Korczak sein Erziehungswerk, so die Forscherin und Mitbegründerin der Internationalen Korczak-Gesellschaft in Warschau, Barbara Engemann-Reinhardt.

Vorgestellt wird während des Vortragsabends der Lebens- und Berufsweg dieses außergewöhnlichen Menschen Korczak und im Besonderen sein literarisches Werk, das bis in die Gegenwart Relevanz und Wertschätzung erfährt. Heute zum Gedenken an den 76. Todestag des großen Erziehers,
Kinder- und Jugendbuchautors Janusz Korczak wird die Relevanz und Bedeutung seiner Schriften und Praktiken durch diesen Vortragsabend verdeutlicht.

Vortragende: Dr. Regina Plaßwilm, M.A., Historikerin und Kulturmanagerin, schloss im Jahre 2009 ihre Doktorarbeit am Historischen Seminar der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf zur Erinnerungsarbeit von ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern des Zweiten Weltkrieges ab. Neben ihren wissenschaftlichen Forschungen zur NS-Erinnerungsarbeit ist sie
Lehrbeauftragte an der Hochschule Düsseldorf sowie als Kulturmanagerin tätig.

Veranstaltungsort: Villa Merländer, Friedrich-Ebert-Straße 42, 47799 Krefeld.

Der Eintritt ist jeweils frei, das Haus freut sich über Spenden. Um Voranmeldung unter ns-doku(at)krefeld.de oder 02151/503553 wird gebeten.


Hinweise

Wir freuen uns über alle BesucherInnen der Villa Merländer. Leider ist jedoch das Platzangebot begrenzt. Wer an einer Veranstaltung sicher teilnehmen möchte, sollte einen Platz reservieren und ihn dann auch 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung einnehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Reservierungen

Per Telefon (02151) 503553 (Anrufbeantworter) nehmen wir gerne Ihre Reservierungswünsche an. Bitte geben Sie dabei unbedingt Ihren Namen und Ihre Telefonnummer an, damit zurückgerufen werden kann, falls doch schon alle Plätze belegt sein sollten. Anrufe werden ansonsten jedoch grundsätzlich nicht bestätigt.

Reservierungen per E-Mail richten Sie bitte an ns-doku(at)krefeld.de. Dort erhalten Sie auch eine Bestätigung.

Lehrerfortbildung

In Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit bieten wir Fortbildungen für LehrerInnen an!
Anmeldung erforderlich:

Per Telefon (02151) 862703 oder per E-Mail ns-doku(at)krefeld.de