Veranstaltungen

Dienstag, 29. Januar 2019 um 19:30 Uhr

Lesung: Igal Avidan, „Mod Helmy. Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der NS-Dokumentationsstelle, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und des "Anderen Buchladens".

Unter den etwa 27000 in Yad Vashem in Jerusalem, der bedeutendsten Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert, werden nur etwas über 600 Deutsche als “Gerechte unter den Völkern” geehrt.

2013 erfuhr der in Berlin lebende Igal Avidan aus einer israelischen Zeitung, dass der Ägypter Mod Helmy als erster arabischer "Gerechter unter den Völkern" geehrt wird, weil er in Deutschland Juden im Zweiten Weltkrieg gerettet hat. Mohamed Helmy, 1901 in Khartum geboren, zieht 1922 zum
Medizinstudium nach Berlin. In der NS-Zeit als letzter der “Nichtarier” diskriminiert und aus dem Krankenhausdienst entlassen, eröffnet er eine Praxis. Zwischenzeitlich selbst als “feindlicher Ausländer” verfolgt und inhaftiert, hilft er trotzdem jahrelang trickreich einer jüdischen Familie,
sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen.

Die “Jüdische Allgemeine” schreibt: “Nüchtern beschreibt Avidan die Geschichten der Protagonisten und zeigt dabei, dass Menschen geholfen haben. Und wie viele nötig waren, um Juden während des Naziterrors zu verstecken. Realistisch verschweigt Avidan nicht, dass räumliche Enge im Versteck zu Stress führte, er erzählt auch von Verrat und Missgunst … er beschönigt nichts und doch liest sich das
Buch – wiewohl man das Ende kennt – wie ein Krimi.”

Veranstaltungsort: Villa Merländer, Friedrich-Ebert-Straße 42, 47799 Krefeld.

Der Eintritt ist jeweils frei, das Haus freut sich über Spenden. Um Voranmeldung unter ns-doku@krefeld.de oder 02151/503553 wird gebeten.

 

 


Hinweise

Wir freuen uns über alle BesucherInnen der Villa Merländer. Leider ist jedoch das Platzangebot begrenzt. Wer an einer Veranstaltung sicher teilnehmen möchte, sollte einen Platz reservieren und ihn dann auch 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung einnehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Reservierungen

Per Telefon (02151) 503553 (Anrufbeantworter) nehmen wir gerne Ihre Reservierungswünsche an. Bitte geben Sie dabei unbedingt Ihren Namen und Ihre Telefonnummer an, damit zurückgerufen werden kann, falls doch schon alle Plätze belegt sein sollten. Anrufe werden ansonsten jedoch grundsätzlich nicht bestätigt.

Reservierungen per E-Mail richten Sie bitte an ns-doku(at)krefeld.de. Dort erhalten Sie auch eine Bestätigung.

Lehrerfortbildung

In Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit bieten wir Fortbildungen für LehrerInnen an!
Anmeldung erforderlich:

Per Telefon (02151) 862703 oder per E-Mail ns-doku(at)krefeld.de