Meijel: Die Bunker

In diesem Teil der Niederlande bestand die Verteidigungslinie gegen die Deutschen vor allem aus Flüssen und Kanälen. Diese so genannte Peel-Raamstellung wurde durch Minenfelder verstärkt. Seit dem Herbst 1939 wurde die Stellung durch das niederländische Militär ständig in Alarmbereitschaft gehalten. Im Osten befanden sich alle paar hundert Meter Vorposten in Form kleiner Betonbunker.

Weil man fast ausschließlich bereits bestehende Kanäle nutzte, machte die niederländische Verteidigungslinie bei Meijel einen Bogen. Der niederländische General Winkelmann erkannte die gefährliche Schwachstelle. Wenn die Deutschen auf die Idee gekommen wären hier anzugreifen, hätten sie die Verteidigungslinie auf einen Schlag durchbrechen können. Deswegen ließ er den Ort durch zusätzliche Bunker und Geschütze verstärken. Doch die Deutschen schafften den Durchbruch an anderer Stelle. Die niederländischen Soldaten wurden abgezogen, ohne dass es hier ein Schuß gefallen wäre.

Meijel wurde erst im Oktober 1944 zum Kampfplatz. Das lag nun daran, dass der an sich unbedeutende Ort an der einzigen brauchbaren Straße durch den sumpfigen Peel lag. Die Alliierten brauchten Wochen, um sich den befestigten Weg freizukämpfen. Erst im November war das geschafft. Von dem einstigen Brückenkopf der Peel-Raamstellung blieben an dieser Stelle fünf praktisch unbenutzte Bunker übrig. Sie liegen hier wie bizarres Strandgut der vier Angriffswellen, die über den Peel hinweg gingen.

Anschrift:
Vossenberg 1, 5768 PJ te Meijel

Für Autofahrer:

Von der A 67 nimmt man die Abfahrt 37. Danach fährt man zunächst in Richtung Neerkant, dann nach Meijel. Der N279 folgend fährt man Richtung Helmond. Nach 1,3 Kilometern geht links die Straße De Berg ab, die nach einem Kilometern Vossenberg heißt. In der Nähe der Hausnummer 1 steht ein Bunker auf dem Feld. Die anderen sind im Wäldchen dahinter.     

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Man kann von Venlo aus den Bus 61 (Veolia) in Richtung Weert nehmen und an der Haltestelle Nederweerterdijk 30 in Meijel aussteigen. Von hier aus läuft man etwa 15 Minuten.   

Fahrrad-Tipp:
Die Bunker liegen an der „Peelroute Meijel“. Die ist sehr interessant, weil sie auch durch das alte Torfabbaugebiet führt. Wo radelt man schon auf Stegen über den Sumpf? Nach einem Rundkurs von 37 Kilometern kann man in der Spargelzeit in Meijel Spargel in holländischer Soße essen, um etwaige Kalorienverluste auszugleichen.
www.lustauflimburg.de

Öffnungszeiten:
Die Bunker liegen gut sichtbar in der Landschaft. Sie sind aber nicht von innen zu besichtigen.  

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung:
Himbeerfreunde sollten im Sommer Raspberry-maxx besuchen und sehen, was man alles aus Bio-Himbeeren machen kann.