Leudal: Das Kriegerdenkmal

Im Jahr 2001 wurde in Leudal ein Kriegerdenkmal für 687 Soldaten aufgestellt. Das Besondere an diesem Mahnmal ist, dass es nicht nur an die Befreier, sondern auch an die Besatzer erinnert. Es ist damit in den Niederlanden einzigartig und ein sichtbares Zeichen, dass sich die Einschätzung des Zweiten Weltkrieges langsam ändert – in Richtung Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner. 

Die Künstlerin Thea Houben schuf eine Bronzeskulptur mit verschiedenen Sinnbildern. Das Kunstwerk steht in einem Bett von 687 großen Kieselsteinen aus der Maas – je einer für jeden gefallenen Soldaten. Da sie aus elf Ländern kamen, sind in dem Pflaster um das Mahnmal elf rote Streifen eingelassen. Die eigentliche Skulptur ist ein Art halber Bogen, der von der Erde in den Himmel reicht. Seine Spitze umkreisen Möwen. Sie stehen für Sehnsucht und Freiheit. Im unteren Bereicht des Bogens erkennt man ein Schwert (Kampf), einen Lorbeerkranz (Sieg) und verschlungene Hände (Versöhnung).

Die Soldaten, derer hier gedacht wird, fielen in verschiedenen Phasen des Krieges. Die ersten starben bei dem deutschen Überfall auf die Niederlande. Später waren es vor allem abgestürzte Flieger. Die weitaus meisten fielen aber im Herbst 1944, als die Alliierten die Maasbrücke in Venlo erobern wollten. Die Deutschen hatten sich in Leudal festgesetzt, weil hier die verschiedenen Wasserläufe einen Überraschungsangriff verhinderten. Letztendlich kamen bei der Befreiung ungefähr 500 Offiziere, Unteroffiziere und einfache Soldaten ums Leben ― auf beiden Seiten etwa gleich viele.

Anschrift:
Roggelseweg 58
NL- 6081 NP  Haelen

Für Autofahrer:
Von der N280 (Weert-Roermond) nimmt man die Abfahrt in Richtung Haelen. Man fährt dann auf dem Napoleonsweg (N273) Richtung Venlo. Nach etwa 4 Kilometern kommt links die Burgemeester Aquariusstraat. Dieser folgen Sie etwa 2 Kilometer. Dabei passiert man die Ortschaft Haelen. Danach kommt ein Naturschutzgebiet. Das Denkmal vor dem Leudalmuseum liegt auf der rechten Seite.   

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Vom Bahnhof in Roermond fährt ein Bus (Veolia, Linie 176). Das ist ein Ringbus, der in Roermond abfährt und dort auch wieder ankommt. Aussteigen muss man an der Haltestelle "Huize Sint Elisabeth".

Fahrrad-Tipp:
In diesem Gebiet gibt es Routenvorschläge für kürzere und längere Touren, zum Beispiel die Knotenpunktroute Leudal (40 km). Der Knotenpunkt 46 ist in der Nähe.

Öffnungszeiten:
Das Denkmal steht im öffentlichen Raum und kann jederzeit besichtigt werden.


Sehenswürdigkeiten in der Umgebung:
Der Gemeindeverbund Leudal hat seinen Namen von dem Naturschutzgebiet Leudal (Tal des Leu). Bekannt sind vor auch die Bachtäler des Haelense Beek und des Zelsterbeek. Die Gegend eignet sich für Spaziergänge und Wanderungen. Praktischerweise bekommt man Tipps und Broschüren im Besucherzentrum Leudal, ebenfalls gleich hinter dem Mahnmal. Die aktuellen Öffnungszeiten stehen bei www.bezoekerscentrumleudal.nl

Das übersichtliche Leudalmuseum ist Dienstag bis Sonntag von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Die Ausstellung reicht von der Archäologie über die Heimatkunde und den 2. Weltkrieg bis zur Natur- und Landschaftskunde.