Mahnmal zu Ehren des Widerstandes gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft

In Moers wird seit Jahren in besonders intensiver Weise an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur erinnert. Die Basis der Erinnerung sind zwei Bücher, die detailliert aufzeigen, was sich am "Tatort Moers" abspielte. Eine mittelbare Folge der lokalen Geschichtsforschung sind Straßenbenennungen nach Widerständlern oder Opfern des Terror-Regimes, die dabei namhaft wurden. Seit dem Jahr 2000 gibt es außerdem noch eine zentrale Erinnerungsstätte an die Männer und Frauen des Moerser Widerstandes. Sie ist gut sichtbar mitten in der Stadt aufgestellt.

Das Mahnmal wurde von dem Künstler Hans-Jürgen Vorsatz geschaffen. Es soll nicht nur an das Vergangene erinnern, sondern gleichzeitig in die Zukunft weisen. Der Betrachter wird aufgefordert, aus der Geschichte zu lernen und wachsam zu sein. Der Ort vor dem ehemaligen Landratsamt ist nicht zufällig gewählt. Auf alten Fotos kann man sehen, dass sich die lokalen Machthaber hier trafen. Der Landrat war für den Kreis der verlängerte Arm der Geheimen Staatspolizei. 

Detail: Marmorhaus zwischen Granitstelen

Anschrift:
47441 Moers
Kastell 5

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Vom Bahnhof Moers fahren die Busse 911 und 921 die kurze Strecke zur Haltestelle Königlicher Hof. Von dort sind es noch etwa 10 Minuten zu Fuß.

Für Autofahrer/innen:
Ein großer Parkplatz ist in unmittelbarer Nähe.

Öffnungszeit:
Das Mahnmal steht im öffentlichen Raum und ist jederzeit zugänglich.

Sehenswert in der Nachbarschaft:
Das Schloss beherbergt das frisch renovierte Grafschafter Museum, aber auch der Schlosspark nach einem Entwurf von Maximilian von der Weyhe aus dem Jahr 1846 - im Stil eines englischen Landschaftsgartens -, ist eine Reise wert.

Eine der tollsten Aussichten weit und breit gibt es von der Halde Rheinpreußen im Norden von Moers. Der Turm hat die Form einer Grubenlampe – nach einem Entwurf des Künstlers Otto Piene. Und die Abfahrt ist eine Freude für Radfahrer! Informationen unter: www.route-industriekultur.de

Was Sebastian Kneipp für Oberbayern, war Emanuel Felke für den Niederrhein. Seine Naturtherapie mit Licht, Luft, Wasser und Lehm wird im kleinen Felke-Museum in Moers-Repelen erklärt (siehe auch www.felkeverein.de). Seit Mai 2010 sorgt dort ein Barfußpfad für Fußkitzel. Eintritt mit Chips umständlich, aber gut gegen kalte Füße.