Meerbusch-Büderich - Das Kriegerdenkmal von Joseph Beuys

Der romanische Kirchturm an der Dorfstraße in Meerbusch Büderich ist eines der ältesten Baudenkmale des Niederrheins. Er gehörte ursprünglich zu einer dem Heiligen Mauritius geweihten Kirche aus dem Mittelalter. Das Kirchenschiff wurde in den vielen Kriegen, die im Laufe der Zeit über das Rheinland hinweggingen, mehrfach zerstört und immer wieder aufgebaut – bis zu einem verheerenden Brand im Jahre 1891. Diesmal beschlossen Kommune und Kirchengemeinde, eine neue Kirche im Zentrum des inzwischen Richtung Westen gewanderten Dorfes zu bauen.

Gut 50 Jahre lang fand sich keine angemessene Nutzung des alten Kirchturms. Als nach dem 2. Weltkrieg aber ein guter Ort für das Gedenken an die 222 Gefallenen aus Büderich gesucht wurde, bot sich dieser Rest einer zerstörten Kirche an. Aus einem Wettbewerb ging der damals noch unbekannte Joseph Beuys als Sieger hervor. Joseph Beuys war Meisterschüler des in Büderich lebenden Kunstprofessors Ewald Mataré gewesen, hatte aber sein Studium bereits 1953 abgeschlossen Nach dem Entwurf von Joseph Beuys entstand 1958/59 ein einmaliges Mahnmal. Wesentlicher Teil ist eine 3 Meter hohe abstrakte Heiligenfigur, die im Inneren des Turms hängt. Von Beuys ist auch die Doppelflügeltür. Auf dem rechten Türflügel stehen die Namen der Toten.

Detail des Mahnmals

Anschrift:
Dorfstraße, Nähe Friedhofweg
40667 Meerbusch

Beschilderung:
Hinweisschild an der Dorfstraße

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Der Ort ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Das Denkmal befindet sich in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle Meerbusch-Büderich/Landsknecht.
Hier fährt unter anderen die Linie U 76, die Straßenbahn zwischen Krefeld und Düsseldorf. Die Bahn fährt – je nach Tageszeit – in einem Takt von 20 bis 30 Minuten.

Öffnungszeit:
Das Denkmal steht im öffentlichen Raum. Der Innenraum ist zwar durch ein Gitter geschützt, aber einsehbar.

Sehenswert in der Nachbarschaft:

Euroga Kunstweg „Mataré und seine Schüler“, Infos über www.meerbusch.de