Kleve-Reichswald - Die britische Kriegsgräberstätte

Nachdem der Krieg in Europa am 8. Mai 1945 zu Ende war, bemühte sich die britische Militärregierung am Niederrhein um die Bergung der Gefallenen aus dem Commonwealth. Auf alliierter Seite hatten nämlich nicht nur Soldaten aus Großbritannien gekämpft, sondern auch andere Untertanen der Königin: Neuseeländer, Australier und – an dieser Stelle -- vor allem Kanadier. Alle Gefallenen, ob sie nun als Flugzeugbesatzungen 1940 bis 1945 über Deutschland abgeschossen worden oder bei den erbitterten Kämpfen der letzten Kriegsmonate ums Leben gekommen waren, sollten an einem zentralen Ort ihre letzte Ruhe finden.

Die dazu notwendigen Umbettungen bereits Bestatteten wurden von deutschen Kriegsgefangenen vorgenommen und 1948 abgeschlossen. Die Gestaltung der Kriegsgräberstätte folgte Regeln, die von einer britischen Kommission bereits 1917 aufgestellt worden waren. Danach sollte es auf jeder solchen Anlage ein großes Opferkreuz geben und einen Altar mit der Aufschrift: "Their Name Liveth For Evermore" (Ihr Name lebt für ewig).

Grabsteine für gefallene Juden

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Anschrift:
Grunewaldstraße
(Landstraße 484)
47533 Kleve
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Die Kriegsgräberstätte ist nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar - wenn man von einem durchschnittlichen Aufwand ausgeht.

Für Autofahrer/innen:
Ein unbefestigter Parkplatz liegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das Überqueren der Landstraße ist allerdings lebensgefährlich.

Öffnungszeit:
Die Kriegsgräberstätte ist durch ein kleines Tor jederzeit zu betreten.


Sehenswert in der Nachbarschaft:
Die Kriegsgräberstätte liegt mitten in einem uralten Waldgebiet. Man sollte den Besuch für eine kleine Wanderung nutzen. Der Reichswald ist auch heute noch der größte Wald am Niederrhein, obwohl er durch die Kämpfe 1945 schwer gelitten hat. Auf weiten Flächen stehen viele verhältnismäßig junge Bäume. Es gibt aber auch das Naturschutzgebiet Geldenberg.
Info bei www.nabu-naturschutzstation.de