Die Ausstellung

Besucherinnen und Besucher betreten die Villa durch einen Vorraum. Ein schmaler Flur führt in weitere durch die NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld betreute Ausstellungsräume.

Die ständige Ausstellung heißt "Krefeld und der Nationalsozialismus". Sie enthält ausschließlich Materialien, Fotos und Dokumente, die ursprünglich aus Krefeld stammen oder sich auf die Stadt beziehen.

Die Dokumentation beginnt mit den Ereignissen des Jahre 1933 und der Machtübernahme vor Ort. Im Flur sind Dokumente des Antisemitismus ausgestellt; in dem angrenzenden Raum geht es um die Veränderung des Alltagslebens (Aufmärsche und Paraden, Zwangsmitgliedschaften, Angebote für Kinder und Jugendliche, Rassismus, Verfolgung durch die Gestapo). Die ehemalige Garage Richard Merländers enthält Gedenktücher mit den Namen der ermordeten Krefelder Jüdinnen und Juden sowie Dokumente der Judenverfolgung. Dem Leben im Krieg und dem Kriegsende ist der letzte Raum gewidmet.

Von der Eingangshalle führt eine Steintreppe in das Obergeschoss, in dem Herrenzimmer, Speisezimmer, Küche und Wohnzimmer waren. Im ehemaligen Wohnzimmer ist die repräsentative Wand- und Deckenverkleidung erhalten, die Rückschlüsse auf den Lebensstil des Hausherrn zulässt. Die kleine Halle dient heute als Ort für Veranstaltungen mit Schülerinnen und Schülern. Es finden aber Vorträge und Diskussionen für Erwachsene statt und manchmal auch Konzerte. Durch eine Flügeltür geht es auf die ehemalige Veranda, die nach 1945 zum Wintergarten ausgebaut wurde. Erkennbar ist noch der alte Fußboden der ursprünglichen Veranda mit Treppe zum Garten. Der Wintergarten wird heute als kleiner Tagungsraum benutzt, bei Bedarf kann er zur Cafeteria umfunktioniert werden.

Im zweiten Obergeschoss befanden sich die weit weniger repräsentativen Privaträume Richard Merländers mit einer Zimmerflucht aus Badezimmer, Ankleideraum, Schlafzimmer und Frühstückszimmerchen. Heute sind hier Büros untergebracht, die natürlich nicht besichtigt werden können.

Im Keller sind noch die Reste des alten Luftschutzraumes zu sehen. Vor einigen Jahren wurden sie mit Gegenständen ausgestattet, die während des Krieges benutzt wurden, zum Beispiel eine Luftschutz-Hausapotheke.

Bisherige Ausstellungen

Eine Chronik unserer bisherigen Ausstellungen in der Villa Merländer finden Sie hier: Ausstellungschronik

Öffnungszeiten Villa Merländer:

Ausstellung:
Mittwochs von 9:00 bis 12:00 Uhr,
sowie
jeden 4. Sonntag im Monat
von 14.00 bis 17.00 Uhr
Gruppen nach Vereinbarung!

Campendonk-Raum:
Mittwochs von 9:00 bis 12:00 Uhr,
sowie
jeden 4. Sonntag im Monat
von 14.00 bis 17.00 Uhr
und am Tag des offenen Denkmals