Villa Merländer e.V. trauert um Dirk Peterke

Am 11. April 2006 ist Dirk Peterke gestorben. Diese Nachricht traf den Vereinsvorstand völlig unvorbereitet. Sie löste spontane Erinnerungsbilder aus: Dirk Peterke bei der Wahl in den Vorstand 1998, Dirk Peterke beim Transport von Referenten, Dirk Peterke bei engagierten Diskussionsrunden - immer rege und immer zu aufbauender Kritik bereit. 
Der Verein kämpfte während der Zeit, in der er im Vorstand war (1998 bis 2006), um die weitere Existenz der Gedenkstätte in der Villa Merländer. Als GEW-Vorsitzender unterstütze er den Erinnerungsort, indem er Kontakt zu Lehrerinnen und Lehrern vermittelte. Er erklärte, dass es sich um einen außerschulischen Lernort handelt, den man zur Ergänzung und Veranschaulichung nicht nur im Geschichtsunterricht nutzen sollte. Tatsächlich wuchs durch seine Initiative die Zahl der Schülerbesuche. 
Auch als Dirk Peterke in den kurzen Ruhestand ging, war er an seinem Fach Geschichte weiter interessiert. Gemeinsam mit dem Bürgerverein Bismarckviertel ging er auf Spurensuche im Stadtteil. Immer wieder führten seine Wege in die Villa Merländer. Wir werden ihn vermissen. 

Herzlich Willkommen!

Der Vorstand des Villa Merländer e.V. - Förderverein der NS-Dokumentationsstelle
unterstützt den Krefelder Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Wir 
vertrauen darauf, dass Krefeld heute etwas von dem zurückgeben kann, was 
Flüchtlinge aus Krefeld einst erfuhren. Wenn nicht wir, wer dann sollte handeln, um 
Menschen vor rassistischer, politischer oder religiöser Verfolgung zu schützen? 
Unser Vereinsziel ist die Förderung von Aktivitäten zur mahnenden Erinnerung an die 
NS-Zeit in Krefeld und am Niederrhein. Dieses Vereinsziel beinhaltet die Förderung 
einer kritischen Erziehung und Bildung zur Geschichte der NS-Zeit. 
Die kritische Auseinandersetzung kann kein Selbstzweck sein, sondern muss 
historische Erfahrungen mit aktuellen politischen Situationen in Bezug setzen. Ein 
wichtiger Punkt ist die willkürliche Ausgrenzung der „Anderen“, eine Stigmatisierung, 
die in ihrer ersten Phase zur Entrechtung und staatlich geduldeter Gewalt führte 
(Novemberpogrom) und in besonderer Weise die jüdische Gemeinschaft in der Stadt 
Krefeld traf. 
In der Folge sahen sich viele Krefelderinnen und Krefelder gezwungen, aus ihrem 
Heimatland zu flüchten. Die verzweifelte Situation der Flüchtlinge, die keine Länder 
fanden, die ihre Notsituation anerkannten und bereit waren, sie aufzunehmen, zeigt 
bedrohliche Parallelen zu der heutigen Situation. Menschen werden in ihren 
Heimatländern als Minderheit verfolgt und an Leib und Leben bedroht. Dabei wissen 
wir heute, dass knapp die Hälfte der Krefelder Jüdinnen und Juden den Völkermord 
nur deswegen überlebten, weil sie rechtzeitig die Emigration in Länder schafften, die 
ihnen einen sicheren Ort gewährten. Krefeld ist heute so ein sicherer Ort.

Schon abonniert?

Villa Merländer publiziert auch regelmäßig auf Twitter. Folgen Sie hier unseren Nachrichten und Informationen: twitter.com/#!/villamerlaender - Follow us!

Sie vermissen einen wichtigen Link zum Thema? Dann treten Sie mit uns in Kontakt!

Merländer-Brief 32

Ausgabe Februar 2016

Merländer-Brief herunterladen

Prospekt + Flyer

Laden Sie hier den aktuellen Prospekt der Villa Merländer herunter! + Download the current flyer of Villa Merländer here!

Ganz einfach Mitglied werden