Landtagspräsidentin Carina Gödecke zu Besuch in der Villa Merländer

 

Am 17. August 2016 folgte die Landtagspräsidentin Carina Gödecke einer Einladung des Villa Merländer-Vereins. In Begleitung der Landtagsdirektorin Dorothee Zwiffelhoffer machte sie einen Rundgang durch das Haus, ließ sich die ständige Ausstellung und den Campendonk-Raum zeigen. In einem anschließenden Gespräch, an der neben der Vorstandsvorsitzenden Barbara Behr und anderen Vorstandsmitgliedern auch der Kulturdezernent Micus teilnahm, konnte sehr offen über die schwierigen Themen Finanzen und Personal, sowie das wohltuende Engagement des Landes gesprochen werden. Besonders betont wurde die Stellung der NS-Dokumentationsstelle / Villa Merländer in der facettenreichen Gedenkstättenlandschaft des Landes NRW, 

Herzlich Willkommen!

Der Vorstand des Villa Merländer e.V. - Förderverein der NS-Dokumentationsstelle
unterstützt den Krefelder Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Wir 
vertrauen darauf, dass Krefeld heute etwas von dem zurückgeben kann, was 
Flüchtlinge aus Krefeld einst erfuhren. Wenn nicht wir, wer dann sollte handeln, um 
Menschen vor rassistischer, politischer oder religiöser Verfolgung zu schützen? 
Unser Vereinsziel ist die Förderung von Aktivitäten zur mahnenden Erinnerung an die 
NS-Zeit in Krefeld und am Niederrhein. Dieses Vereinsziel beinhaltet die Förderung 
einer kritischen Erziehung und Bildung zur Geschichte der NS-Zeit. 
Die kritische Auseinandersetzung kann kein Selbstzweck sein, sondern muss 
historische Erfahrungen mit aktuellen politischen Situationen in Bezug setzen. Ein 
wichtiger Punkt ist die willkürliche Ausgrenzung der „Anderen“, eine Stigmatisierung, 
die in ihrer ersten Phase zur Entrechtung und staatlich geduldeter Gewalt führte 
(Novemberpogrom) und in besonderer Weise die jüdische Gemeinschaft in der Stadt 
Krefeld traf. 
In der Folge sahen sich viele Krefelderinnen und Krefelder gezwungen, aus ihrem 
Heimatland zu flüchten. Die verzweifelte Situation der Flüchtlinge, die keine Länder 
fanden, die ihre Notsituation anerkannten und bereit waren, sie aufzunehmen, zeigt 
bedrohliche Parallelen zu der heutigen Situation. Menschen werden in ihren 
Heimatländern als Minderheit verfolgt und an Leib und Leben bedroht. Dabei wissen 
wir heute, dass knapp die Hälfte der Krefelder Jüdinnen und Juden den Völkermord 
nur deswegen überlebten, weil sie rechtzeitig die Emigration in Länder schafften, die 
ihnen einen sicheren Ort gewährten. Krefeld ist heute so ein sicherer Ort.

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Merländer-Brief 32

Ausgabe Februar 2016

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