Ministerin Löhrmann lobt Projekt

von links, Moderator Joachim Watzlawik, Barbara Behr, Schülerinnen, Silvia Lörmann, Michael Gilad, Alla Trubnjakob-Johnen

Voll des Lobes für Schülerinnen und Schüler der Realschule Horkesgath war Schulministerin Löhrmann bei einem Besuch in der Jüdischen Gemeinde am 26. September 2016. Die Jugendlichen hatten in einem Verbund-Projekt Geschichte und Religion mit ihren Lehrern Matthias Schierband und Annette Viegener die Villa Merländer und das ehemalige zentrale deutsche Konzentrationslager Vught in den Niederlanden besucht. Sie führten ein Zeitzeugengespräch mit Thomas Gabelin und haben sich anhand einer Ausstellung in der Jüdischen Gemeinde mit dem Massaker von Babi Yar beschäftigt.


Zur Erinnerung: Vor 75 Jahren exekutierten Angehörige der SS, des SD, der Polizeitruppen mit Hilfe unter anderem der Wehrmacht innerhalb von 36 Stunden 33.771 jüdische Einwohner der Stadt Kiew. Dies ist das größte Einzelereignis des "Holocaust mit Gewehrkugeln". Dass durch den Judenmord per Exekution mehr Juden starben als in Auschwitz ist wenig bekannt. Die Abläufe hat der historisch Interessierte vor Augen: das Entkleiden, das Aufstellen an der Schlucht, der Tod durch die Gewehrkugel. Seit der Veröffentlichungen über die Polizei-Bataillone ist auch die Gegenseite bekannt: das Einstimmen durch Propaganda, den Aufbau von Gruppendruck und das rituelle Saufen. um Nerven und Gewissen zu betäuben. Unfassbar, trotz aller Forschung. Die kleine Ausstellung beschäftigt sich mit dem Ort des Geschehens: einer Schlucht bei Kiew. Verdrängt wurde das Massaker aus politischen Gründen, heute gibt es wenigstens Erinnerungszeichen. 


Und junge Menschen, die die Erinnerung mit ihrem eigenen Leben verknüpfen, egal wo es begann. Das Gymnasium Horkesgath schloss einen Partnerschaftsvertrag mit der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld. Unterzeichnet wurde er von Ministerin Sylvia Löhrmann, Oberbürgermeister Frank Meyer und Gedenkstättenleiterin Dr. Ingrid Schupetta, von der 2. Konrektorin Nina von Harpe-Glaudo und einer Schülerin. 

Herzlich Willkommen!

Die folgenden Seiten enthalten Informationen über den Villa Merländer e.V. - Förderverein der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld. Da es ein wesentlicher Vereinzweck ist, die Arbeit der Krefelder Gedenkstätte zu unterstützen, gibt es auch Details über das Angebot in der Villa Merländer und im Krefelder Stadtarchiv. Viel Erfolg beim Stöbern.

Barbara Behr
Vorsitzende des Villa Merländer e.V.

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